Ski.Kultur.Arlberg
Auf den Spuren eines Wunders in Weiß
Am Arlberg finden sich die Wurzeln des alpinen Schilaufs. Die Entwicklung dieser Sportart hat hier Ausgang genommen und die wirtschaftliche und kulturelle Entwicklung der Region maßgeblich beeinflusst. Ausgehend vom Arlberg hat der alpine Schilauf die Welt erobert. Unter maßgebenden Akteuren im Arlberggebiet bestand die einhellige Überzeugung, dass es an der Zeit war, die kulturhistorische Geschichte des alpinen Skisports und des alpinen Skitourismus aufzuarbeiten, öffentlichkeitswirksam zu präsentieren und für die Nachwelt aufzubewahren, auch, solange noch Zeitzeugen aus der Anfangszeit dieser Entwicklung erreichbar sind. So fanden sich im Jahr 2008 30 Akteure zusammen, die sich dieser Herausforderung stellen wollten – im Rahmen des LEADER-Projekts und des Forschungsprojekts „Auf den Spuren eines Wunders in Weiß“.
Maßgebende Akteure im Arlberggebiet sind zu der Überzeugung gelangt, dass es höchste Zeit ist, die kulturhistorische Geschichte des alpinen Skisports und des alpinen Skitourismus aufzuarbeiten und für die Nachwelt aufzubewahren. Noch sind Zeitzeugen aus der Anfangszeit des Skirennsports und Stammgäste des Skitourismus erreichbar, die über die Entstehung und Entwicklung dieser Sportart berichten können. Ausgehend vom Arlberg, hat der alpine Skilauf die Welt erobert. Nun gilt es, die Wiege dieser attraktiven Betätigung, die gleichzeitig ein elementares Kulturgut darstellt, zu erhalten und als touristischen Erfolgsfaktor der Region öffentlichkeitswirksam zu präsentieren. Dazu Robert Strolz: „Redet man von Tennis, denkt man an Wimbledon – spricht man von Motorsport, denkt man an Monte Carlo. Es ist Zeit, dass, wenn vom Skisport die Rede ist, an den Arlberg gedacht wird.“ Aus dieser Motivation heraus hat sich zur Vorbereitung des Projektes ein Proponententeam von über 30 Personen zusammengefunden, die sich dieser Herausforderung stellen wollen. Darunter sind auch wissenschaftlich tätige Personen, die sich bereit erklärt haben, ihr Umfeld und ihre Kompetenzen zur systematischen Aufarbeitung einzubringen. Das geplante Forschungsprojekt trägt den Titel: „Auf den Spuren eines Wunders in Weiß“ .
Die 30 Akteure beabsichtigten im Rahmen des Projekts also, die Geschichte des alpinen Skisports und des Alpinskitourismus am Beispiel der Region Arlberg aufzuarbeiten. Durch einen weit gefassten, interdisziplinären Forschungsansatz sollte es gelingen, die Region als „Wiege des alpinen Skisports“ am Markt zu positionieren und den Tourismus der Region als Wirtschaftszweig weiter zu stärken.
Das Projekt beinhaltete die Gründung eines Trägervereins für die Koordination und Betreuung. Zeitzeugen wurden befragt und eine umfassende Analyse und Inventarisierung von Bildern, Film- und Tondokumenten sowie Gegenständen wurden durchgeführt. Zudem wurde eine Dauerausstellung eingerichtet.
Die Ergebnisse des Projekts sind vielfältig und tragen nachhaltig zur Verankerung des Arlbergs als Wiege des alpinen Schilaufs bei. Dazu gehören die wissenschaftliche Aufarbeitung und Dokumentation der Geschichte, Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit, Ausstellungen, die Vorbereitung einer populärwissenschaftlichen Publikation, die Website (skikulturarlberg) die Organisation und Durchführung von Veranstaltungen sowie die Planung eines Arlberg-Skimuseums und eines Ski-Archivs. Die gewonnenen Erkenntnisse sind von hoher wissenschaftlicher Bedeutung und finden überregionale Anerkennung und Beachtung. Bis heute ist der Verein ski.kultur.arlberg sehr aktiv, im Jänner 2014 präsentierte sich die Ausstellung im Bregenzer Landhaus.